Ingeborg Bachmann, eine der prominentesten Vertreterinnen der modernen Dichtung. - © APAweb / Piper
Ingeborg Bachmann, eine der prominentesten Vertreterinnen der modernen Dichtung. - © APAweb / Piper

Zum Frauentag am 8. März veranstaltet das PEN-Frauenkomitee im Amerlinghaus eine Lesung unter dem Motto "Wofür Frauen brennen", an der der Claudia Taller, Ingrid Schramm, Sonja Henisch, Doris Kloimstein, Christine Tidl und "Wiener Zeitung"-Redakteur Edwin Baumgartner teilnehmen und eigens für diesen Anlass verfasste Texte präsentieren werden.

Das PEN-Frauenkomitee ist ein Zweig des österreichischen PEN-Clubs und wird derzeit von Ingrid Schramm geleitet. Ursprünglich ausschließlich Autorinnen vorbehalten, hat es sich in den letzten Jahren männlichen Mitgliedern geöffnet, um Frauenthemen auch aus männlich aufgeschlossener Seite zu beleuchten. Naturgemäß reflektiert dieser dann männliche Positionen in Form von Groteske und Satire.

Das PEN-Frauenkomitee veranstaltet über das Jahr verstreut zahlreiche Lesungen und Diskussionsrunden und lädt Experten zu Vorträgen ein, etwa den Verleger Elmar Weixlbaumer, um einmal die Lücke zwischen Buchschreiben und Buchvermarkten zu schließen.

Mit Leidenschaft

Das Motto "Wofür Frauen brennen" spielt einerseits auf Frauen an, die mit Leidenschaft für ihre Sache eintreten, etwa die Sängerin Maria Callas (Ingrid Schramm), die Dichterin Ingeborg Bachmann (Claudia Taller) oder die Malerin Frida Kahlo (Sonja Henisch). Doris Kloimstein befasst sich mit der Verlegerin Ruth Aspök und Christine Tidl mit der Dichterin Gertrude Stein. Anonym geblieben ist jene Frau, die als "ein alt Weib" als Opfer eines Hexenprozesses verbrannt wurde - ihrer gedenkt Edwin Baumgartner in einem "Requiem".