Hypermaniker

So ist "Die einzige Geschichte" etwa auch eine - in der deutschen Fassung mehr als 300-seitige -  Reflexion der gleich eingangs gestellten Frage: "Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden oder weniger lieben und weniger leiden?" Obwohl man sich das in aller Regel nicht wirklich aussuchen kann (und darauf verweist schon der zweite Absatz im Roman), bleibt diese Frage doch eine drängende - und kann auf erstaunlich vielfältige Art zu beantworten versucht werden. Wie, das zeigt dieser Roman in einer betörend weisen Mischung aus Euphorie, Pragmatismus und Tragik.

Peter Licht (r.) singt, dichtet und zerstäubt Molière - alles hinreißend flott. - © LitCologne/Ast/Juergens
Peter Licht (r.) singt, dichtet und zerstäubt Molière - alles hinreißend flott. - © LitCologne/Ast/Juergens

Erstaunlich vielfältig sind auch die Talente des deutschen Sängers, Musikers und Autors Peter Licht, der in Köln einerseits Texte, die aus einer Art "Zerstäubung" von Molière-Stücken entstanden sind, vortragen ließ (von dem grandiosen Schauspieler Florian von Manteuffel), andererseits Lieder seines aktuellen Albums ("Wenn wir alle anders sind") spielte und sang.

Die Inhalte des zu einer gewissen Hypermanie neigenden Schnelldenkers und -sprechers sind so unbeschreiblich (gut), dass wir diese Zuschreibung einfach - und damit ernst nehmend - stehen lassen. Am besten selbst probieren, lesen & hören. Und klassisch schließen: Mehr Licht!