Bregenz/Lech. Die Teilnehmer sind jünger, und es sind mehr Frauen unter ihnen als bisher: Die Shortlist des mit 25.000 Euro dotierten Essaypreises "Tractatus" wird am 27. September im Rahmen des 23. Philosophicum Lech verliehen.

Unter den sechs Nominierten sind erstmals drei Frauen, darunter die an der Universität Klagenfurt lehrende Philosophin Ursula Renz, die für ihre Schrift "Was denn bitte ist kulturelle Identität? Eine Orientierung in Zeiten des Populismus" (2019) nominiert wurde.

Außerdem schafften es die deutsche Philosophin Lisa Herzog mit "Die Rettung der Arbeit" (2019) sowie die deutsche Politikwissenschafterin Maike Weißpflug mit "Hannah Arendt. Die Kunst, politisch zu denken" (2019) auf die Shortlist.

Ebenfalls gelistet sind der deutsche Soziologe Heinz Bude für "Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee" (2019), der an der ETH Zürich lehrende Philosoph Michael Hampe für "Die Dritte Aufklärung" (2018) und der Sozialanthropologe Florian Mühlfried für das ebenfalls 2019 erschienene Buch "Misstrauen. Vom Wert eines Unwertes".

Höchstdotierte Auszeichnung

Die von privaten Sponsoren finanzierte Auszeichnung gehört zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum, sie wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. Erster Preisträger war 2009 Franz Schuh.

Die Auswahl für die Shortlist traf eine dreiköpfige Jury unter dem Vorsitz des nicht stimmberechtigten Philosophen Konrad Paul Liessmann. Diese war heuer besetzt mit der Schweizer Philosophin Barbara Bleisch, dem ehemaligen deutschen Verleger und Schriftsteller Michael Krüger und dem österreichischen Journalisten Thomas Vasek. (apa)