Bernhard Görg hat wieder zugeschlagen. Der frühere Wiener Vizebürgermeister legt seinen neuen Wachau-Krimi vor, und es ist sein bisher politischster. Mit merkbar maliziöser Freude dekliniert er das Schema "Feind – Todfeind – Parteifreund" durch. Da wird intrigiert, was das Zeug hält, gepaart mit Inkompetenz und Impertinenz.

Ach ja, eine Mordserie gibt es auch, bei der offenbar eine alte Rechnung beglichen wird und Holzpuppen in der Donau schwimmen. Dazu kommen teils sehr krude Charaktere in den Reihen der Polizei, die Chefinspektorin Doris Lenhart noch mehr zu schaffen machen als der Mörder. Es ist jedenfalls ein Lesegenuss, nicht nur für Politik-Afficionados.

Bernhard Görg: Dürnsteiner Puppentanz
edition a; 16,90 Euro