Wenn man ein Buch aufklappt, dann lieben in der Regel zwei flache Seiten vor dem Betrachter. Weil das aber offenbar zu langweilig war, haben Olivia Cosneau und Bernard Duisit für "Sechs kleine Vögelchen" ihr Spechtmeisen, von denen hier erzählt wird, dreidimensional konzipiert - oder zumindest kommen die zweidimensionalen Vögelchen auf einer dritten Ebene aus dem Buch heraus.

Das erste pickt Sonnenblumenkerne, das zweite wird fast selbst gefressen, das dritte schaut den Störchen beim Abflug nach Afrika zu, das vierte hat Spaß mit anderen Vögeln, das fünfte stimmt in den vielstimmigen Vogelgesang mit ein, und das sechste ist verliebt. Aber Achtung! Auch wenn die Zielgruppe noch länger in den Kindergarten gehen wird, ist es vielleicht ratsam, sie das Buch nicht ganz alleine anschauen zu lassen. Denn das Papier ist zwar recht dick, abreißen kann aber trotzdem vielleicht das eine oder andere Vögelchen. Und dann verlassen sie nicht nur ihr Nest, sondern auch das Buch . . .

Olivia Cosneau & Bernard Duisit: Sechs kleine Vögelchen
Kleine Gestalten; 16 Seiten; ab 2 Jahren; 18,40 Euro