Leo Vangen, Rechtsreferendar ohne jegliche Ambition, lebt im geerbten Elternhaus, das in seinem reichen Wohnviertel auf der Osloer Insel Baerum ein Schandfleck ist. Und auch sonst passt er nicht wirklich in diese Gesellschaft. Doch unversehens sieht er sich einem Baulöwen gegenüber, der für mindestens einen Mord verantwortlich sein dürfte. Und weil Leo in die Polizeichefin verliebt ist, ermittelt er für sie. Dass er auch den Baulöwen aus der Schulzeit kennt, verleiht dem Ganzen zusätzliche Würze.

Lars Lenth entwirft einen herrlich schrägen Krimi voll schwarzem Humor, in dem er auch die norwegische Gesellschaft aufs Korn nimmt, zwischen Edel-Golfern und Fußball-Rowdys. Und was seine Figuren betrifft: Der Titel bezieht sich eigentlich auf sämtliche Charakteren im Buch.

Lars Lenth: Schräge Vögel singen nicht
Limes; 288 Seiten; 18,50 Euro