Müßiggang kann man Hermann Bauer nicht vorwerfen, haut er doch Jahr um Jahr einen neuen Krimi um seinen Floridsdorfer OberkellnerLeopold heraus. Diesmal ermittelt er auf eigene Faust (weil die Polizei ja doch nichts weiterbringt) zum Mord an einer Regieassistentin, der aufs Haar genau einem zwölf Jahre zuvor begangenen Verbrechen gleicht – und dem bald ein zweiter folgt.

Dabei spielt auch eine Steirerpartei eine tragende Rolle, die wohl als Würdigung der Dauerpendler aus dem Süden eingebaut wurde. Allerdings rutscht Bauer dabei ins allzu Klischeehafte in Bezug auf die bellenden Steirer, wohingegen die Sprache sonst ein wenig gar gestelzt ist. Und das Mordmotiv wirkt auch ein bisschen aufgesetzt. Unterhaltsam ist das Buch aber.

Hermann Bauer: Mordsmelange
Gmeiner; 281 Seiten; 13 Euro