Anstrengend – das ist wohl das treffendste Adjektiv für "Tod in der Bibliothek" von JB Lawless (dem Pseudonym eines bekannten Autors). Denn der Mord an einem irischen Landpriester samt Kastration im Winter 1957 ist es sowohl für Detective St John Strafford, der aus genau jenem protestantischem Landadel stammt, in dem das grausame Verbrechen begangen wurde, als auch für den Leser, der sich durch 367 Seiten durchkämpfen muss, bis der Täter gefunden ist. Wobei sich der Autor durchaus Mühe gegeben hat, weil er den irischen Freiheitskampf intensiv in der Erzählungmitnimmt. Aber das Kammerspiel, das an Agatha Christie gemahnen soll, zieht sich irgendwie trotzdem wie ein Kaugummi.

JB Lawless: Tod in der Bibliothek
KiWi; 367 Seiten; 10,30 Euro