Die vergessenen Österreicher profitierten von der neuen Lage. Allmählich konnten die Kriegsgefangenen im Frühjahr und Sommer 1920 via Baltikum heimkehren. Wie die sibirischen Tagebücher Heimito von Doderers zeigen, schweißte die Lagerhaft zusammen, aber sie war auch Nährboden für seine Radikalisierung und Affinität zu den Rechten. Denn viele der Spätheimkehrer, wie auch der bald 25-jährige Veteran, fanden sich in der Heimat schwer zurecht.

Die Republik durfte nur mehr ein kleines Berufsheer unterhalten, das Soldatenleben war zu Ende. Es blieben nur Erinnerungen und Reminiszenzen: Der Autor, der in einer zerlumpten englischen Uniform in Wien-Landstraße ankam, wo ihn das Hausmädchen kaum wiedererkannte, traf seine "Sibiriaken" bis zu seinem Tod 1966 wieder, sofern sie im Westen wohnten. Diejenigen, welche das Schicksal traf, hinter dem Eisernen Vorhang zu leben, konnten nur selten oder gar nicht an Veteranentreffen teilnehmen.