Gerhard Loibelsberger nimmt seine Leser wieder einmal mit auf eine Zeitreise in die letzte Phase der Habsburger-Monarchie. In 13 Kurzkrimis zeichnet er die Karriere des von ihm erfundenen k. & k. Kriminalisten Joseph Maria Nechyba nach. Als 13-Jähriger klärt er einen Todesfall auf und verhindert einen Justizirrtum. Als junger Polizist jagt er dann das Phantom vom neu eröffneten Burgtheater, als arrivierter Chefermittler lässt er später auch schon einmal die Fäuste sprechen, um ein Geständnis zu bekommen. Und derweil bekocht ihn seine "Antschi-Tant'".

Manche seiner Fälle sind frei erfunden, anderen liegen wahre Begebenheiten zugrunde. Und auch wenn Loibelsberger sich im Reich der Fiktion bewegt, so schwingt doch ein gewisses Maß an historischer Authentizität (oder zumindest Plausibilität) mit.

Gerhard Loibelsberger: Morphium, Mokka,Mördergeschichten
Gemeiner; 279 Seiten; 15 Euro