Jason Arnopp gestaltet sein Romandebüt als Buch im Buch. Darin recherchiert sein Protagonist, der Journalist Jack Sparks, zu paranormalen Phänomenen – an die er als Atheist selbst überhaupt nicht glaubt. Doch dann geht es Schlag auf Schlag, und bald fragt man sich: Gibt es in Arnopps Welt womöglich wirklich Geister? Oder sind es doch bloß die Drogen, die sich Jack zwischendurch reinzieht? Aber wer ist dann verantwortlich für die Todesfälle, die damit einhergehen (Jack eingeschlossen)?

Arnopp serviert Horror pur, garniert mit tiefschwarzer Satire, aber auch ernsthaften Betrachtungen von Jenseitskonstruktionen. Denn so irre die Story auch ist, die Jack Sparks in seinem in den Roman eingebetteten Buchmanuskript erzählt (ergänzt um Anmerkungen seines älteren Bruders, der es in die Hände bekommen und dazu nachrecherchiert hat), so tiefschürfend sind die Gedanken, die dahinterstehen.

Jason Arnopp: Die letzten Tage des Jack Sparks
Knaur; 400 Seiten; 15,50 Euro