Ben und Teo sind Zwillinge. Sie lieben sich. Und sie hassen sich. Und vor allem geht ihnen total auf den Keks, dass sie von anderen in der Regel nicht als "Ben" und "Teo" wahrgenommen werden, sondern als "Ben&Teo" – ein unfreiwilliger Doppelpack also. Aber damit soll jetzt Schluss sein, denn zwei sind auf Dauer einer zu viel, und ein magischer Spiegel schafft Abhilfe. In dem verschwindet nämlich der eine, während der andere draußen bleibt. Und plötzlich leben sie jeder in einer eigenen Einzelkindwelt, in der es den anderen gar nicht gibt. In der die Eltern sich nur um den einen kümmern und vom anderen gar nichts wissen. In der endlich niemand anderer nervt.

Aber kann das gutgehen? Natürlich nicht, denn sehr rasch fehlt Ben Teo und Teo Ben. Und zum Glück schaffen sie es – nach einer mittleren Katastrophe, nämlich der vermeintlichen Zerstörung des Zauberspiegels – am Ende doch noch mit vereinten Kräften, wieder zusammenzukommen.

Autor Martin Baltscheit und Illustratorin Sandra Brandstätter erzählen eine pfiffige und zugleich einfühlsame Geschichte über eine Bruder(hass)liebe, die wahrscheinlich Zwillinge am besten verstehen werden, in klaren Sätzen und bunten Bildern. Frech und rasant wie die beiden Buben selbst.

Martin Baltscheit & Sandra Brandstätter:
Ben und Teo – Zwei sind einer zu viel
Beltz & Gelberg; 120 Seiten; 13,40 Euro