Die größten lebenden Raubtiere und auch die gigantischsten sanften Riesen findet man - richtig: in den Weltmeeren. Und auch sonst sind die Ozeane ein faszinierender Lebensraum, der wunderbare und wundersame Wesen zu bieten hat. Das weiß man auch beim Verlag Kleine Gestalten, der den Meeren und ihren Bewohnern zwei neue Bücher gewidmet hat.

"Der Atlas der Ozeane" nimmt die kleinen Leser mit auf eine Reise durch die Weltmeere und bis in die Tiefsee hinunter. Auf 87 Seiten werden bekannte und unbekannte Meeresbewohner in Illustrationen vorgestellt. Fische (natürlich auch Haie), Säugetiere (nicht nur Robben und Wale), Schildkröten, Vögel, Krebse - unzählige verschiedene Tierarten haben große und kleine Auftritte. Manche sind bloß Nebenfiguren auf den Doppelseiten, die Stars wie dem Weißen Hai, dem Albatros, dem Igelfisch oder Seeotter gewidmet sind. Andere kommen unverhofft selbst zur Ehre eines großen Porträts wie der Laternenfisch, der Blaufußtölpel oder der Zahnlippfisch. In kurzen, einprägsamen Sätzen werden Charakteristika und wissenswerte Informationen präsentiert (Text: Emily Hawkins), manchmal hat Zeichnerin Lucy Letherland auch den einen oder anderen kleinen Gag eingebaut. Zur besseren Übersicht gibt es auch Landkarten - oder besser gesagt: Wasserkarten.

"Die Welt der Wale" wiederum befasst sich ausschließlich mit den großen Meeressäugern. Eingeteilt in Barten- und Zahnwale, lernen die Kinder Blauwal, Glattwal, Grönlandwal, Finnwal, Grauwal, Zwergwal und Buckelwal sowie Pottwal, Schweinswal, Schwertwal, Weißwal, Delfin, Narwal und Schnabelwal kennen. Nach einer Einführung über die Evolution der größten Säugetiere der Welt erzählen Texterin Darcy Dobell und Zeichnerin Becky Thorns auf 67 Seiten allerhand Wissenswertes über die verschiedenen Wale und ihre Lebensweise.

Und natürlich wird in beiden Büchern (vor allem im "Atlas der Oeane") auch die Rolle der Meere als (gefährdete) Ökosysteme betont. So faszinierend die Ozeane und ihre Bewohner sind, so empfindlich sind sie schließlich auch. Und es gilt die nächste Generation dafür zu sensibilisieren, im Umgang damit nicht die Fehler ihrer Vorfahren zu machen.