Der Preis der Leipziger Buchmesse geht heuer - zumindest in der Belletristik-Sparte - nicht nach Österreich: Nominiert sind unter anderem die deutschen Schriftsteller Ingo Schulze ("Die rechtschaffenen Mörder") und Lutz Seiler ("Stern 111"). Im österreichischen Zsolnay-Verlag erschienen ist hingegen die in der Sachbuch-Kategorie nominierte Ivo Andric-Biografie von Michael Martens.

"Im Brand der Welten. Ivo Andrić. Ein europäisches Leben" ist laut Jury "die erste deutsche Biografie des jugoslawischen Nobelpreisträgers, der auch als Diplomat eine schillernde Karriere hinlegte. Ein Buch zudem über die europäische Geschichte des Balkans, anschaulich und aktuell und selbst für informierte Leser voller Überraschungen." Weiters nominiert sind in der Kategorie Sachbuch Bettina Hitzer ("Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts"), Armin Nassehi (Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft"), Julia Voss ("Hilma af Klint - 'Die Menschheit in Erstaunen versetzen' - Biographie") und Jan Wenzel für die Herausgeberschaft von "Das Jahr 1990 freilegen".

Die siebenköpfige Jury nominierte in der Kategorie Belletristik neben Schulze und Seiler weiters Leif Randt mit seinem Roman "Allegro Pastell", Verena Güntner mit "Power" und Maren Kames mit ihrem Lyrikband "Luna Luna". Ingo Schulze hat den Leipziger Buchpreis im Jahr 2007 bereits einmal gewonnen. Lutz Seiler ist ebenfalls vielfach ausgezeichnet, unter anderem gewann er 2014 den Deutschen Buchpreis.

 

In drei Kategorien vergeben

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden am 12. März auf der Leipziger Buchmesse gekürt. Die Verlage hatten insgesamt 402 Titel eingereicht, aus denen die Jury jeweils fünf in jeder Kategorie nominierte.

Viele Werke in den Kategorien Belletristik und Sachbuch beschäftigten sich in dieser Preissaison mit dem Jahr 1990, betonte Jury-Mitglied Katrin Schumacher. "Dabei sind autobiografische und biografische Werke ebenso wie Texte, die ganz nah am Menschen sind." Der Lyrikband "Luna Luna" von Maren Kames ist bereits im August 2019 erschienen. Die vier nominierten Romane sollen dagegen erst in den nächsten Wochen in die Buchhandlungen kommen.