Nathan Sutherland, ein Brite durch und durch, lebt als Übersetzer in Venedig und fungiert nebenbei als Honorarkonsul Ihrer Majestät. Ein recht beschauliches Dasein – bis eines Tages ein Päckchen bei ihm landet, das einen kleinen Kunstband von suspekter Herkunft enthält. Und plötzlich findet sich Mr. Sutherland mitten in einer Räuberpistole um Kunstdiebstahl, die auch für ihn selbst gefährlich wird.

Es ist ein sehr unterhaltsamer Auftakt zu einer neuen Privatschnüffler-Krimiserie, deren Protagonisten man rasch genauso ins Herz geschlossen hat wie dieser seinerseits die Lagunenstadt. Vielleicht ein wenig klischeehaft, aber sehr liebenswert. Man wünscht Mr. Sutherland - Brexit hin oder her - noch einen langen Aufenthalt in Venedig. Brunetti und Morello können sich warm anziehen.

Philip Gwynne Jones: Das veneziaische Spiel
Rowohlt; 336 Seiten; 10,30 Euro