Der diesjährige Hans-Christian-Andersen-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an die US-Autorin Jacqueline Woodson und die Schweizer Illustratorin Albertine Zullo. Der alle zwei Jahre vergebene Preis gilt als eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen in dieser Literatur-Sparte.

Woodsons Bücher ("Brown Girl Dreaming") seien geprägt von einer lyrischen Sprache, kraftvollen Charakteren und vermittelten ein bleibendes Gefühl der Hoffnung, begründete die Jury. Die Dialoge seien auf den Punkt geschrieben, die Geschichten roh und frisch und die Enden befriedigten den Leser. Die 57-Jährige hatte 2018 bereits den mit 520.000 Euro dotierten Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis bekommen.

Albertine Zullo (53) erhielt den Preis für ihr kinderliterarisches Gesamtwerk. Die internationale Jury würdigte die in Genf lebende Illustratorin für "ihre vielschichtigen Bilderbücher, die Spontaneität mit großer Liebe zum Detail und viel Sinn für Humor paaren", schreibt das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) in einer Mitteilung. Albertine entwickle seit über zwanzig Jahren ihren eigenen "persönlichen kühnen Stil und ihr unverwechselbares Universum".

Die Preise, die an den für seine Märchen bekannten dänischen Schriftsteller Hans Christian Andersen (1805-1875) erinnern, sind nicht dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten Goldmedaillen.(apa)