Der heuer nur digital ausgetragene Bachmann-Preis soll trotzdem stark an die klassische Veranstaltung angelehnt sein. Das gab der ORF am Donnerstag bekannt. Wegen der Coronakrise finden die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur von 17. bis 21. Juni nur digital statt, übertragen wird der Veranstaltungsreigen via 3sat, Deutschlandfunk und Online-Stream.

Trotz "notwendiger Adaptierungen im inhaltlichen und technischen Setting" strebe man ein hochqualitatives Sende-Format an, hieß es vom ORF. Um eine Durchführung auf diese Art und Weise möglich zu machen, mussten auch die Statuten für das "Ausnahmejahr 2020" geändert werden.

Am Programm stehen Eröffnung und Auslosung der Lesereihenfolge, die drei Lesetage und die Schlussdiskussion mit Preisvergabe. Zur Eröffnung wird auch eine Rede von Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo gesendet. Weiters plant man Porträts der Literaten, Juroren und Autoren werden über Fernschaltungen zu Diskussionen gebeten. Für die Preisvergabe wird der gewohnte Abstimmungsmodus beibehalten. Auch die Übergaben des mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preises und weiterer Auszeichnungen erfolgen virtuell.

Details ab 28. Mai

Im Fernsehen werden jedenfalls via 3sat die Lesungen und Diskussionen übertragen, außerdem die Preisfindung und die Übergabe der Auszeichnungen. Online gestreamt werden heuer die Eröffnung und Auslosung, sowie zusätzlich auch die Lesungen, Diskussionen, Preisfindung und Übergabe. Im Deutschlandfunk werden die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur ebenfalls übertragen. Weitere Details zum Ablauf werden am 28. Mai präsentiert.

Ende März war bekanntgegeben worden, dass wegen der Einschränkungen aufgrund des Coronavirus die Tage der deutschsprachigen Literatur abgesagt werden. Drei Tage später wurde aber bekannt, dass der Bachmann-Preis 2020 doch als Digitalausgabe realisiert wird. (apa)