Wenige Monate, nachdem der Hotelbesitzer Holger Siemonsmeyer vom Verdacht freigesprochen wurde, eine Jugendliche emordet zu haben, stirbt seine Familie durch ein Feuer. Das ruft auch die Journalistin Doro Kagel auf den Plan, die nun ein schlechtes Gewissen hat, weil sie einen offensichtlichen Hilferuf von Frau Siemonsmeyer zuvor ignoriert hat. Und weil sie auch ein Staatsschützer darum bittet, schnüffelt Doro auf eigene Faust in der Vergangenheit: War Holger wirklich unschuldig? Was ist passiert?

Eric Berg entwirft eine düstere rurale Szenerie, in der selbst ein juristisches Urteil wenig an der allgemeinen Grundstimmung in der örtlichen Bevölkerung ändert. Er befasst sich aber auch intensiv mit der Frage, was der Verlust eines Kindes mit den Eltern macht.

Eric Berg: Die Mörderinsel
Limes; 476 Seiten; 15,50 Euro