"Hm." Noch kaum waren zwei Konsonanten so aussagekräftig wie bei Snöfried. Der kleine, pelzige Held aus der Feder von Andreas H. Schmachtl verliert auch in seinem neuen Abenteuer ("Die wahrlich rasante Jagd nach der Flussperle") nicht zu viele Worte, sondern beschränkt sich meist auf ein redseliges Brummen. Der Unterhaltung tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil hat Snöfrieds "Hm" mitsamt den erklärenden Einschüben des Erzähler sogar enormen Unterhaltungsfaktor.

Und dann ist da noch die Geschichte selbst, die sich diesmal um den kleinen Bach dreht, der direkt an Snöfrieds Heim vorbeifließt - oder eben nicht, weil eine Nymphe ihn trockengelegt hat, und zwar aus Zorn, weil ihre Flussperle gestohlen wurde. Snöfried und sein bester Freund Björn - ein kleiner Kauz, der unweigerlich "fluppt", wenn man ihn niedlich nennt, was umso niedlicher wirkt - machen sich also auf den Weg, die Flussperle zurückzuholen, damit Frieden einkehre im Wiesental. Aber natürlich ist alles ganz anders, was die Motive des Diebstahls betrifft.

Am Ende - so viel sei verraten - kann Snöfried aber natürlich alles zum Guten wenden und sogar für eine Schwesternversöhnung unter den Nymphen sorgen. Bis dahin muss er freilich die eine oder andere gefährliche Situation meistern und sogar abtauchen (in einem Unterwasserfass). Das Ganze wie immer in extra großer Schrift zum Selberlesen und begleitet von herzallerliebsten Illustrationen.

Hm. (Was in diesem Fall heißt: Holen Sie sich auf jeden Fall das Buch und - sollten sie welche versäumt haben - auch gleich die vorangegangenen Abenteuer von Snöfried aus dem Wiesental.)