Die Corona-Krise hat die unsichtbaren Systemerhalter ein kleines Stück sichtbarer gemacht. Und so trifft es sich gut, dass Sabine Kunz in ihrem Krimidebüt ausgerechnet die Reinigungskräfte würdigt. Ihre Protagonistin Millie ist Putzfrau mit Spionage- und Nahkampfausbildung, denn ihre Jobs sind reine Tarnung. In Wahrheit versucht sie mit hunderten Kolleginnen ein kriminelles Netzwerk zu stoppen, das die Menschheit mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln manipulieren will.

Der Plot ist zwar etwas abstrus, die Umsetzung dafür sehr sympathisch. Die Geschichte bietet jedenfalls eine Menge Action, aber auch eine kleine Romanze. Dazu kommt, dass Millie aus Ex-Jugoslawien stammt und auch ihr Kriegstrauma aufgearbeitet wird. 

Sabine Kunz: Die Saubermacherin
Gmeiner; 246 Seiten; 14 Euro