Als Maja im Wald in ein Gewitter gerät, flüchtet sie sich in eine Höhle - und stößt dort auf einen Jungen, der offenbar besonders ist. Er nennt sich Bork und sagt zunächst auch immer nur dieses eine Wort.

Doch es dauert nicht lange, bis er nicht nur mehr Wörter beherrscht und auch verschiedene Spiele mit Maja und ihrem Bruder Matti spielt. Nur vor dem Eltern halten sie Bork geheim, weil Maja ahnt, dass er kein normaler Junge ist - und irgendwie mehr von einem Baum als von einem Menschen hat. Doch natürlich passiert dann das Unvermeidliche, und Majas Vater entdeckt Bork. Weil das Wesen aus dem Wald offensichtlich keine Familie und kein Zuhause hat, beschließt Papa (der zunächst so steif ist wie sein Job als Steuerberater), dass er es am Montagmorgen zum Jugendamt bringen wird.

Doch soweit kommt es nicht, weil am Sonntag davor Bork beweist, dass er nicht nur einen grünen Daumen hat, sondern dass sein überwiegend hölzerner Körper auch Koch so anderes drauf hat: Er rettet nämlich Matti aus dem Meer. Spätestens da ist auch dem Vater klar, dass Bork nun zur Familie gehört.

Olle Lindberg hat ein modernes schwedisches Märchen mit viel kindgerechtem Humor geschrieben. Allein wie Bork auf verschiedene Getränke und Speisen reagiert (zum Beispiel sprudelt ihm Limonade aus den Ohren wieder heraus), sorgt für Erheiterung bei der jungen Leserschaft. Die familiären Rollen rund um Maja und ihren neuen Freund sind dabei klar verteilt: strenger Vater, fürsorgliche Mutter, humoriger und nachsichtiger Opa, frecher kleiner Bruder.

Mit Bork wird es für Maja und Matti jedenfalls nicht fad - und das nächste Abenteuer ist schon in Arbeit. Man kann Bork, den Illustratorin Daniela Kunkel liebevoll zum Leben erweckt, einfach nur ins Herz schließen und sich auf mehr Unfug (aber sicher nicht nur) des Bäumlings freuen.