Eine erbitterte Homöopathie-Gegnerin wird umgebracht, und zwar offenbar ausgerechnet mit vergifteten Globuli. Für den ermittelnden Kommissar Manfred Zapletal stellt sich nun die Frage: Wer war's? Weil sie im selben Haus wie das Opfer wohnt, bei der Leichenentdeckung dabei war und ihn mit ihrer Neugier angeht, spannt der Kommissar die Journalistin Elvira Sommerauer, die schon früher in Kriminalfälle geraten ist, als Hilfsschnüfflerin ein. Weil sie aus manchen Verdächtigen vielleicht mehr herauskitzeln kann als die Polizei.

Das ist zwar nicht unbedingt der Fall, dennoch führt Elvira mehrere aufschlussreiche Gespräche. Allerdings weniger über den Fall und den möglichen Täter, sondern über die Homöopathie an sich. Autor Wolfgang Jezek, selbst als Homöopath tätig, lässt seine Protagonistin in "Giftglobuli" tief eintauchen in die 200 Jahre alten Lehren des Samuel Hahnemann. Dabei beleuchtet er zwar auch die breite Bandbreite der Kritik an der Homöopathie, eine gewisse Schlagseite lässt sich jedoch nicht wegleugnen.

Quasi zum Drüberstreuen gibt es auch noch eine kleine Stadtführung. Denn Elvira, die zwar in Wien aufgewachsen war, hat es danach nach Kärnten verschlagen. Und so nutzt sie ihren aktuellen Wien-Besuch auch für eine Sightseeing-Tour zwischendurch am weniger prominente Plätze, die der Autor einen Besuch wert findet.

Und der Krimi? Der eigentliche Mordfall? Die Tätersuche? Ja, die findet natürlich auch statt, und die Journalistin bringt sich auch selbst in Gefahr durch ihre Nachforschungen. Im Mittelpunkt steht hier aber eindeutig die Homöopathie.