Es gibt Bücher, deren Klappentext man vorher nicht lesen sollte, weil er zu viel verrät. Das gilt etwa für "Jaguar" von Max Bronski: Er erzählt darin einen aberwitzigen Thriller um zwei junge Männer, die 1990 in Puerto Rico von der CIA verschleppt werden, und einem Rachefeldzug 21 Jahre später. Die Zutaten sind der Bürgerkrieg in Nicaragua und ein Studentenfestival, dessen Finanzierung durch halb legale Spekulationen gerettet wird. Daraus kocht Bronski einen Finanzwirtschafts- und Agententhriller (auch ein Plädoyer gegen CIA-Geheimgefängnisse.), der sich durch Zeitsprünge erst nach und nach erklärt. Wenn einen nicht der Klappentext schon vorher um die Spannung gebracht hat...

Max Bronski: Jaguar
Droemer; 320 Seiten; 10,99 Euro