Dieses Buch stammt aus der Zeit vor Corona, und doch wirkt es, als wäre es geschrieben für diese befremdlichen Zeiten der Pandemie, in denen man sich, da man nicht in die Ferne schweifen kann, dem Guten zuwendet, das ganz nahe liegt.

Wolfgang Büscher, einer der besten deutschsprachigen "Reiseschriftsteller" (eine Bezeichnung, die dieser besonderen Literatur nicht wirklich gerecht wird), hat sich unweit seiner Geburtsstadt für ein paar Monate in einer Jagdhütte im Wald einquartiert. In "Heimkehr" schildert er in beinahe Stifter’scher Manier den Wald, die Jagd und die Umgebung, die jede Menge Erinnerungen an die eigene Kindheit und Familie heraufbeschwört. "Ich war nicht mehr einer, der in den Wald geht, ich würde einer aus dem Wald sein." Aus dieser Erfahrung hat der "Waldgänger" Büscher sein persönlichstes, stillstes und zugleich bewegendstes Buch gemacht.