Der Österreichische Buchpreis geht in diesem Jahr an Xaver Bayer für seinen Erzählband "Geschichten mit Marianne" (Verlag Jung & Jung). Die Jury begründete ihre Entscheidung so: "Ganz alltäglich und entspannt beginnen alle diese ‚Geschichten mit Marianne‘, sie beginnen beim Abwaschen oder mit einem langweiligen Nachmittag, an dem Marianne den Erzähler zu einem Ausflug einlädt. (...) Die literarische Moderne wird in diesen Geschichten aufgerufen und souverän in unterschiedlichen Genres eingesetzt - von der Horrorgeschichte bis zur Fantasy-Szenerie. Mit bösem, oft melancholischem Witz leuchtet Xaver Bayer die Angst-Räume unserer Zeit aus, denn immer wieder versinkt sein Held im Chaos, das in leuchtenden Details erzählt wird - letztlich bleibt ihm nur die eigene Phantasie als rettender Ort. Ein brillantes, facettenreiches Nachdenken über unsere Zeit."

Den Preis für das beste Debüt des Jahres erhält Leander Fischer für "Die Forelle" (Wallstein Verlag). Die Jury befand: "In seinem fast 800 Seiten starken Debütroman erweist sich Leander Fischer als äußerst wortgewaltiger Schriftsteller. Er kann sich über mehrere Seiten in kleinste Details des Fliegenfischens versenken und gleichzeitig zu sprachlichen Höhenflügen ansetzen."

Coronabedingt wurde die Verleihung abgesagt, die Gewinner wurden per Aussendung vermeldet. Der Buchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert, der Debütpreis mit 10.000.