Die Bühnenverlage sind durch die Schließung der Theater "in eine Notlage geraten. Die prognostizierten Umsatzverluste von 70 bis 80 Prozent treffen uns und unsere UrheberInnen hart. Bislang sind die einzigen Hilfen, auf die wir bauen können, die Kurzarbeit und der Fixkostenzuschuss", heißt es seitens des Verband der Bühnenverleger Österreichs. "Unsere Appelle nach Hilfe und Unterstützung blieben von der Politik bislang ungehört."

Nun bekommen sie Unterstützung von prominenten Dramatikerinnen und Dramatikern. "Ohne Theaterverlage gibt's kein Theater. Verleger*innen geben immer wieder den Anstoß für neue Stücke; große Werke der Theaterliteratur sind entstanden, weil es einen Abgabetermin gab", schreibt etwa Michael Niavarani, der selbst den Schultz & Schirm Bühnenverlag gegründet hat. "Verlage können ein Dichterleben retten", ist sich Peter Turrini sicher. Ohne seinen Theaterverlag wären manche seiner Stücke nicht nur ungespielt, "sie wären ohne ihn auch ungeschrieben geblieben", schreibt Daniel Kehlmann. "Ein Sterben der Bühnenverlage wäre eine Katastrophe", versichert Franzobel, "Ohne Bühnenverlage läge die Theaterszene darnieder", betont Daniel Glattauer.(apa)