Satomi Ichikawa ist gebürtige Japanerin und lebt seit den 1970er Jahren in Paris, wo sie seither Kinderbücher schreibt und zeichnet. Dass sie darin angesichts ihres eigenen Lebensweges keine nationalen Grenzen berücksichtigt, liegt auf der Hand. Und so ist ihr neues Buch "Kleines Pferdchen Mahabat" jenen Nomaden gewidmet, die in den weiten Steppen Zentralasiens in Jurten schlafen und in Einklang mit der Natur leben. Ob das in Wirklichkeit so wildromantisch ist, wie man es sich vorstellt? Wer weiß.

- © Aus: Satomi Ichikawa: "Kleines Pferdchen Mahabat"
© Aus: Satomi Ichikawa: "Kleines Pferdchen Mahabat"

In "Kleines Pferdchen Mahabat" jedenfalls geht es sehr wildromantisch zu. Da darf ein kleines Mädchen wie jedes Jahr den Sommer - oder eigentlich ganz sechs Monate - bei seinen Großeltern in der Abgeschiedenheit verbringen. Nachts schläft man in der Jurte, tagsüber kümmert man sich um die Pferde. Dabei hat es das titelgebende Fohlen der kleinen Djamilia besonders angetan. Als es sich verletzt, pflegt sie es. Und die beiden werden dicke Freunde, bis die Zeit des Abschieds kommt und der Großvater Djamilia wieder ins Dorf bringt, wo ihre Eltern warten.

Satomi Ichikawa erzählt in wenigen Sätzen, aber umso aussagekräftigeren Bildern, wie Djamilia und ihre Großeltern als Nomaden leben, welche Rolle ihre Tiere dabei leben - und was man eigentlich so alles im Leben nicht braucht, um trotzdem glücklich zu sein.

Satomi Ichikawa: Kleines Pferdchen Mahabat
Moritz Verlag; 40 Seiten; ab 4 Jahren; 14,90 Euro