Als 1923 das Magazin "Weird Tales" erschien, da war es nicht nur gespickt mit ungewöhnlichen Geschichten, sondern mit ebensolchen Illustrationen – die große Zeit der Fantasy Art war angebrochen. Schöne Menschen, egal ob schwer bemuskelte Helden oder sexy Vollblutfrauen, kämpfen gegen Monster und Ungeheuer, fantasievolle Landschaften und Städte geben den prächtigen Hintergrund, der oft auch in den Vordergrund rückt. Nach einem Niedergang in den 1950er Jahren wurde das Genre in den 1960er Jahren wiederbelebt, als "Der Herr der Ringe" eine Neuauflage erlebte, "Conan der Barbar" in Taschenbüchern mit Titelbildern von Frank Frazetta zahlreiche Abenteuer bestritt und Roger Dean Plattencover mit psychedelischen Fantasy-Szenen gestaltete. Der endgültige Durchbruch gelang in den 1970er Jahren mit dem Rollenspiel "Dungeons & Dragons", der genialen französischen Zeitschrift "Métal Hurlant" und dem ersten Film der "Star Wars"-Reihe.

Dian Hanson: "Masterpieces of Fantasy Art", TASCHEN, Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 532 Seiten; 150 Euro. taschen.com - © Taschen-Verlag
Dian Hanson: "Masterpieces of Fantasy Art", TASCHEN, Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 532 Seiten; 150 Euro. taschen.com - © Taschen-Verlag

Auf den Comic-Cons stehen Fans Schlange, um Boris Vallejo, Rodney Matthews, Greg Hildebrandt, Michael Whelan und Philippe Druillet zu treffen und verstorbener Ikonen wie HR Giger, Jeffrey Catherine Jones und Frank Frazetta zu gedenken. Sie alle und viele mehr sind in "Masterpieces of Fantasy Art" vertreten – mit ihren Biografien, ihren Gedanken zu ihrer Kunst und natürlich ihren Werken. Der Wälzer im Riesenformat zeigt die Originalgemälde, jeweils ergänzt durch Entwurfsskizzen, Skulpturen, Kalender, Zeitschriften und Taschenbücher, und bietet tiefe Einblicke in dieses dynamische, fantasievolle Genre. Ein edler, opulenter, faszinierender, sieben Kilogramm schwerer Führer durch eine Welt, in der man stundenlang verharren und über die man nur staunen kann.