Karl Lagerfeld und Baptiste Giabiconi 2008 in Saint-Tropez – wow! - © Visual by Starface
Karl Lagerfeld und Baptiste Giabiconi 2008 in Saint-Tropez – wow! - © Visual by Starface

Sommer 2008: Karl Lagerfeld spaziert durch Saint-Tropez – mit einem Mann an seiner Seite, der alle Blicke auf sich zieht: jung, sehr attraktiv, sehr sexy gekleidet. Die Gerüchteküche explodiert und die Medien haben endlich wieder etwas über den Modedesigner zu berichten. Dieser junge Mann ist Baptiste
Giabiconi und er wird bis zu Lagerfelds Tod am 19. Februar 2019 an dessen Seite bleiben. Wie der Hubschraubermecha-
niker seinen Weg in die Modewelt fand, wie er zu Lagerfelds Muse, Freund und Ziehsohn wurde, welche Höhen und Tiefen es in ihrer Beziehung gab und wie er mit dem Tod seines Gönners zurechtkam, erzählt Giabiconi in "Karl und ich".
Es ist kein literarisches Meisterwerk, die Sprache ist simpel und oft rüde, die Erzählweise wirkt mitunter gehetzt, doch was überrascht, ist die Ehrlichkeit des 1989 geborenen Models und Sängers. Giabiconi beschönigt nichts, schon gar nicht seinen eigenen Charakter oder die Modewelt, hinter deren Fassade sich tiefe Abgründe auftun, wie er lernen musste. Und er lässt die Leser an einer Seite Lagerfelds teilhaben, die vermutlich kaum jemand jemals zu Gesicht bekam. Waren die beiden Liebhaber? Giabiconi verneint das. Und man glaubt es ihm …