Sechs Jahre lang reiste der 1944 in Brasilien geborene Fotograf Sebastião Salgado durch das brasilianische Amazonasgebiet, um die Schönheit, aber vor allem die Verletzlichkeit dieser Region in kraftvollen Schwarz-Weiß-Bildern, die faszinieren, berühren und gleichzeitig eine gewisse Düsternis bergen, festzuhalten.

Dabei lebte er immer wieder über Monate mit verschiedenen indigenen Völkern, um ihre Kultur und ihren Alltag ebenfalls bildlich zu dokumentieren. Herausgekommen ist eine machtvolle Botschaft: "Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass dieses Buch in 50 Jahren nicht als Bestandsaufnahme einer verlorenen Welt gelten wird. Amazônia muss fortbestehen."

Angesichts Tausender illegaler Goldsucher und Holzfäller, die jährlich riesige Flächen Regenwald vernichten, die indigenen Völker immer weiter zurückdrängen und darin von einem skrupellosen Präsidenten unterstützt werden, nur eine bange Hoffnung. Doch wir wollen sie nicht aufgeben – und Salgado auch nicht.