Jetzt, wo immer mehr geimpft sind und die EU den Grünen Pass eingeführt hat, kann man auch wieder an Urlaub am Meer denken, auch wenn man nicht zufällig dort wohnt. Insofern passt der neue Fall für Kwiatkowski (wer braucht denn einen Vornamen? Den hatte schon Columbo nicht!) von Jürgen Banscherus zeitlich ideal: Denn Kwiatkowski wird unversehens wieder einmal nach Griechenland eingeladen, genauer gesagt nach Kreta.

Dort schaut man sich üblicherweise Sehenswürdigkeiten wie den Palast von Knossos, das Kloster Arkadi, das Museum von Heraklion oder die Schlucht von Samaria an - oder man stolpert in einen neuen Fall, wie es Kwiatkowski passiert. Der Juniordetektiv muss nämlich klären, warum der Onkel seines griechischen Freundes Herakles seit Wochen keine Fische mehr fängt. Zur Seite steht ihm dabei natürlich Marie, die Nichte seiner alten Freundin Olga - wobei: Eigentlich ist Marie mehr damit beschäftigt, mit Herakles zu flirten, was Kwiatkowski nicht ganz so recht zu sein scheint.

Jaja, die Sorgen der Jugend. Aber zwischen all der Liebelei ist dann doch noch Platz für Ermittlungen samt Bootsausflug zum Fischen, der für Kwiatkowski mit einem vollbekleideten Sprung ins Meer endet. Und er ist nicht der Einzige, der ins Wasser fällt. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, um einen Fall zu lösen? Die scho für Erstklässler gut verständliche und selbst lesbare Handlung begleitet Ralf Butschow, der statt Detektiv letztlich doch Illustrator geworden ist, in anschaulichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen. 89 Seiten, die Lust auf einen Flug nach Kreta machen.