Niemand ist langweiliger als Tessa Neumann. Denkt Tessa Neumann. Doch dann bekommt sie plötzlich die Chance ihres Lebens und darf als Gitarristin bei der coolsten Schulband des Landes vorspielen. Und wird tatsächlich aufgenommen! Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie freilich noch nicht, dass die Bandmitglieder in Wirklichkeit gar keine echten Schüler sind, sondern Geheimagenten, die der Edelsteinmafia auf der Spur sind. Und dass sie Tessa eigentlich nur aufgenommen haben, weil sie noch ein Alibi-Bandmitglied als Tarnung brauchten, nachdem die bisherige Gitarristin in geheimer Mission abtauchen musste.

Doch Tessa – der eine sprechende Rennmaus namens Hector zur Seite steht, die plötzlich in ihrem Leben aufgetaucht ist – kommt hinter das Geheimnis und steckt nun plötzlich mittendrin in einer Blutdiamanten-Verschwörung samt Entführung. Die Rennmaus Hector spielt dabei eine wichtige Rolle, geht sie doch zwar zunächst Tessa mächtig auf den Keks, erweist sich aber im Laufe der Geschichte als äußerst nützlicher Helfer. Schließlich gibt es kaum einen unauffälligeren Schnüffler als einen so kleinen Nager – der freilich im richtigen Moment durch sein Auftauchen auch für gehörig Aufregung sorgen kann. Dass die Maus sprechen kann (was aber nur Tessa versteht) hinterfragen wir an dieser Stelle nicht, sondern nehmen es einfach als wichtigen Treiber für Frauke Scheunemanns Kinderkrimi hin. Tierische Helden kennen wir ja schon aus ihrer "Winston"-Reihe, in der ein Kater auf geheime Missionen geht.

"T wie Tessa" lebt jedenfalls davon, dass ein etwas verpeilter Teenager und ein etwas zu selbstbewusstes Nagetier sich plötzlich im größten Abenteuer ihres Lebens wiederfinden und Tessa als naiver Laie den Vollprofis zeigen kann, was in ihr steckt. Dazu ein Schuss erste Liebe, ein paar Klischees und Situationskomik – und fertig ist der Lesehit, der sicher viele Mädchen in seinen Bann ziehen wird. Band zwei ist jedenfalls schon unterwegs . . .