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Lincoln Selkirk ist das geborene Mobbing-Opfer: ein unsportlicher, schlaksiger, allwissender Nerd, wie er im Buche steht, der an einer Eliteschule landet, wo die Kinder reicher Eltern zu Sportskanonen getrimmt werden. Und so leidet Lincoln drei Jahre lang - bis er in den Sommerferien mit sieben Klassenkollegen auf einer einsamen Insel landet. Offenbar haben sie als Einzige einen Flugzeugabsturz auf dem Weg in ein Feriencamp überlebt.

Und auf dieser Insel dreht Lincoln den Spieß um. Plötzlich ist er der King: Er kann als Einziger Feuer machen (mit seiner Brille), ihre Koordinaten für eine SOS-Flaschenpost herausfinden, weiß, wie man eine Hütte konstruiert. Und so kippt die klasseninterne Hierarchie um 180 Grad. Allerdings nur allmählich, denn immer wieder gerät die neue Herrschaft ins Wanken, weil der bisherige Klassenkönig eben doch noch über gewisse Kraft und Macht verfügt. Vor allem steigt Lincoln seine neue Position auch ein bisschen zu Kopf. Gleichzeitig kommt ihm einiges auf dieser einsamen Insel sehr komisch vor . . .

M. A. Bennett wandelt auf den Spuren von "Der Herr der Fliegen", "Robinson Crusoe" und "Der Graf von Monte Christo" und hat mit "Sieben - Spiel ohne Regeln" nicht nur einen höchst spannenden Jugendroman (ab 14 Jahren) geschrieben, sondern auch ein Lehrstück darüber, wie Hierarchien und Mobbing funktionieren. Das Buch sollte eine Pflichtlektüre für Schulklassen werden.