Kasi Kauz, der eigentlich Kasimir heißt, aber lieber die Kurzform seines Namens verwendet, staunt nicht schlecht, als eines Tages ein Papagei im Wald landet. Die "komische Krähe", wie ihn die anderen Tiere bezeichnen, passt so gar nicht hierher, und seine fremdartigen Laute verstören alle Waldbewohner. Aber Kasi wäre nicht Kasi, hätte er nicht eine Lösung parat. Und so schafft er es schließlich, die aufgeschreckten Tiere von ihrer Xenophobie zu befreien, sodass am Ende der Papagei sogar Geschenke von ihnen bekommt - die er wiederum mit ihnen teilt.

Schauspieler und Autor Oliver Wnuk hat mit Kasi Kauz einen "Freund für jede Lebenslage" geschaffen, wie es der Verlag Ars Edition auf seiner Website beschreibt. Und dem kann man nur zustimmen. Denn Kasi findet immer eine Lösung, auch später, im zweiten Band der neuen Kinderbuchserie, als er am Biberdamm einen Streit zwischen Piesel-Wiesel und Schlotter-Otter schlichten muss. Die beiden treiben es nämlich soweit, dass die Brücke, auf der sie darum streiten, wer zuerst hinübergehen darf, zusammenbricht - und bauen sie dann auf Kasis Betreiben hin gemeinsam wieder auf. Das allerdings mit einigen Anlaufschwierigkeiten, aber zum Glück ist ja auch noch der Biber da, der die beiden anleitet.

Ja, wer selbst ein guter Freund ist, der hat auch gute Freunde. Und wer gut zuhört, der findet auch Antworten. Das sind die beiden Lehren, die man aus Oliver Wnuks ersten zwei Kasi-Büchern ziehen kann. Erzählt werden die Geschichten in ebenso liebenswerten Bildern von Matthias Derenbach. Man darf gespannt sein, was Kasi Kauz sonst noch so erleben wird . . .