O Schock, ein Umzug, weg vom besten Freund, und noch dazu irgendwo in die tiefste Provinz! Lukas ist alles andere als erfreut darüber, dass sein Vater eine Lehrerstelle in dem beschauliche Städtchen Winterstein annimmt - und er dort auch noch an dieselbe Schule gehen muss. Und dann das neue Haus: eine uralte Villa am Waldrand, total heruntergekommen. Obwohl, schon nach kurzer Zeit ist das Haus spannend für Lukas - weil es ihm nämlich ein Portal in den Flüsterwald eröffnet.

Dort trifft er ein pelziges, biberartiges Wesen, das sich als Menok namens Rani vorstellt, die kleine Elfe Felicitas sowie deren Beschützerin, die Katze Pedora Ulinde Nafted von Chibalka (kurz: Punchy) - und einen Wark, der gar fürchterlich über die Magie des Flüsterwaldes wacht. Und der Lukas und seine Freunde jagt, nachdem ihnen ein ganz besonderes Buch in die Hände gefallen ist, das mit dem Verschwinden jenes Wissenschafters zu tun hat, der vor Lukas in der alten Villa gewohnt hat. In Band zwei wird dann auch dessen Enkelin Ella im Flüsterwald mitmischen und Lukas bei seinen nächtlichen Ausflügen begleiten, wenn er der Spur des verschwundenen Professors folgt . . .

Andreas Suchanek versetzt in "Flüsterwald" Mythen und Magie in die moderne Gegenwart. Dazu streut er viel feine Ironie und Sprachwitz ein. Insbesondere das Verhältnis zwischen dem Menok, dem Menschenjungen und der Elfe ist ein ganz spezielles, das immer wieder für heitere Momente sorgt. Da kann die Story noch so wild und düster sein. Wobei, der Autor schaut schon darauf, dass seine jungen Leser sich nicht allzu sehr gruseln vor dem Wark, den Bolden, die ebenfalls vorkommen, und den anderen Bewohnern des Flüsterwaldes, die so ihre Eigenheiten haben. 

Es ist keine anekdotische Reihe, sondern ein Buch baut auf dem anderen auf. Man muss also bei Band eins anfangen und dann einen nach dem anderen Lesen. Drei Bücher hat Suchanek bisher geschrieben (plus ein Weihnachtsspecial, das rein als E-Book erschienen ist). Und die Geschichte wird auf jeden Fall noch eine Weile weitergehen, denn neben dem verschwundenen Professor gibt es auch noch einen schwarzen Magier, den es zu bekämpfen gilt. Und dieser Kampf ist auch nach Band drei noch lange nicht ausgestanden. Was fast ein Glück ist, weil der nächtliche Wald und seine Bewohner richtig Spaß machen.