Was tut man nicht alles, um es seinen Gästen möglichst gemütlich zu machen? Wilma Walnuss weiß, was es heißt, ein Hotel zu führen. Nicht umsonst ist das Haus der kleinen Feldhamsterdame am Schlüsselblumenweg die beliebeste Herberge weit und breit. Nicht zuletzt, weil jeder Gast dass passende Zimmer zugwiesen bekommt. Und wenn es noch nicht existiert, nun dann wird es angebaut von Balduin Biber, dem Dauergast und Faktotum in Wilmas Hotel.

Und weil ihre beste Freundin, das Wildschwein Amalie, immer eine gute (?) Idee für eine neue Erfindung hat, wird es auch niemals langweilig. Auch wenn Wilmas andere beste Freundin, Fiona Eichhörnchen, nicht umsonst oft genug die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Aber zum Glück hat Wilmas Dauergast Dr. Kautz (Nomen es Omen) oft das passende Hilfsmittel parat, wenn es dann um die Schadensbegrenzung geht. Dabei will Amalie doch nur helfen, zum Beispiel der Postschnecke Linda.

Wilma Walnuss mit ihren Freunden Balduin Biber, Nobbi Maulwurf, Dr. Kautz, Amalie Wildschwein und Fiona Eichhörnchen. Nur Postschnecke Linda fehlt. 
- © Aus: "Wilma Walnuss und das kleine Baumhotel"

Wilma Walnuss mit ihren Freunden Balduin Biber, Nobbi Maulwurf, Dr. Kautz, Amalie Wildschwein und Fiona Eichhörnchen. Nur Postschnecke Linda fehlt.

- © Aus: "Wilma Walnuss und das kleine Baumhotel"

Wir sehen schon, es ist eine kunterbunte Tierwelt, die Texterin Katharina E. Volk und Zeichnerin Nora Paehl hier geschaffen haben. Sie erzählen 14 höchst unterhaltsame Geschichten über die bereits erwähnten und noch viele andere Tiere, die in der näheren und ferneren Umgebung von Wilmas Baumhotel leben. Streit gibt es dabei nie - nur die eine oder andere Aufregung oder knifflige Frage, die gemeinsam gelöst wird. Nur wenn ein unguter Zeitgenosse auftaucht, dann lassen sich Wilma und ihre Freunde sich von dem nichts gefallen. Aber manch einer ist auch einfach unleidlich, weil er ein Problem hat - das ebenfalls gelöst wird. Neben liebevollen Bildern steckt auch viel Witz zwischen den beiden Buchdeckeln. Und wer sich an die Anweisung "Vorlesen!" hält, die der Verlag aufs Cover gedruckt hat, kann diese Witz natürlich noch verstärken, indem die Tiere jeweils passende Stimmen bekommen. Dann bekommen auch noch Achtjährige nicht genug von den Geschichten, die eigentlich schon für Vierjährige geeignet sind. Und als besonderen Bonus gibt es neben lustigen Stickern am Ende des Buches auch noch eine Karte von der Umgebung, sodass man nicht nur das Baumhotel, sondern auch all die anderen Orte, an denen sich die kleinen Abenteuer abspielen, gut nachvollziehen kann. Das macht das Ganze noch plastischer.