Als ein privater Leibwächter im luxuriösesten Zug der Welt in Südafrika ermordet wird, stellen die beiden Ermittler Bennie Griessel und Vaughn Cupido bald fest, dass sie in einem Wespennest stochern. Offenbar von höchster Stelle werden ihre Nachforschungen torpediert. Zeitgleich wird ein in Bordeaux untergetauchter ehemaliger Anti-Apartheid-Kämpfer reaktiviert: Er soll den südafrikanischen Präsidenten bei dessen Staatsbesuch in Paris ermorden.

Wie diese beiden Handlungsstränge zusammenhängen? Nun, das erfahren Deon Meyers Leser schon noch. Bis dahin ist jeder für sich spannend genug. Und der Autor erzählt dabei nicht nur einen Krimi und einen Thriller, sondern taucht auch in den südafrikanischen Korruptionssumpf ein. Es ist aber auch privat einiges los: Griessel, ein trockener Alkoholiker, will seiner Freundin, die ebenfalls trockene Alokoholikerin ist, einen Heiratsantrag machen und weiß nicht wie - und vor allem fürchtet er, dass sie nein sagen könnte. Cupido wiederum kämpft um den Respekt des Sohnes seiner Freundin, der alle Polizisten für korrupt hält. Und je mehr sie ermitteln, desto eher ist er geneigt, dem zuzustimmen. Zumindest bis auf ein paar Mitstreiter, für die er seine Hand ins Feuer legen würde.

Auf der anderen Seite des afrikanischen Kontinents, jenseits des Mittelmeeres, fiebern die Leser wiederum mit dem Killer mit, der mit seinem Auftrag hadert. Auf sich alleine gestellt und stets damit rechnend, dass er auffliegen und selbst ausgeschaltet werden könnte, bereitet er widerwillig das Attentat vor, mit allen Herausforderungen, die das mit sich bringt Bei all dem versucht Deon Meyer zwar ein bisschen südafrikanisches Flair hineinzubringen, er ergeht sich aber nicht zum Beispiel in seitenlangen Landschaftsbeschreibungen und strapaziert somit nicht die Nerven seiner Leser. Im Gegenteil liefert er zwei packende Storys, die er irgendwann miteinander verwebt.