Tortuga, die zweitgrößte Insel Haitis, war berüchtigt als Piratenstützpunkt. Seeräuber gibt es heute dort keine mehr, dafür ein (fiktives) Geschwisterpaar, von dem Peter Nützi in seiner neuen Reihe erzählt: Maku und Anak - nach denen die Bücher benannt sind - wohnen gemeinsam mit ihrem Großvater in einem Baumhaus (nein, sie sind keine Waisen; Oma und Eltern bleiben bloß lieber im Haus auf dem Boden). Mit dabei sind auch Onkel Dizi, der bunte Papagei Spitschi und der Hund Koko. Und natürlich Makus bester Freund Rino.

Gemeinsam erleben sie, was man auf einer abgelegenen Insel (auf der viel Urwald ist, aber keine gefährlichen Tiere leben) halt so alles erleben kann. Sie suchen einen Piratenschatz, führen ein Theaterstück mit Rittern und - natürlich! - Piraten auf, pflücken Trauben, löschen ein Feuer . . . Irgendwas gibt es immer, von dem Autor Peter Nützi erzählt. Jeden Monat gibt es ein neues Büchlein, vier sind es bisher. Die Bilder steuert Willi Spirig bei - aber nicht nur er. Denn auch die kleinen Leser sind gefordert. Jede zweite Seite ist nämlich leer, auf das sie mit einer eigenen Zeichnung gefüllt werden möge.

Die Kinder werden also animiert, das Gelesene selbst entsprechend umzusetzen. Die Macher der Bücher wollen so spielerisch die Fantasie anregen. "Durch die eigenen Zeichnungen und Notizen der Kinder", meint Autor Peter Nützi, werden die "Maku und Anak"-Büchlein "zu kleinen Kunstwerken von bleibendem Wert. Sie können auch später immer wieder aus dem Bücherregal genommen werden und so schöne Kindheitserinnerungen wecken." Eigentlich ein schöner Gedanke.