"Die Menschheit zerstört die Haut der Erde in einem bislang nie dagewesenen Ausmaß. Die Zeit ist reif für eine grundlegende Rückbesinnung." Diese Aussage stammt vom Architekten Bjarne Mastenbroek, der sich gemeinsam mit seinem Büro SeARCH auf Spurensuche begeben hat – nämlich nach Gebäuden, die ausschließlich oder zumindest zu einem großen Teil unterirdisch angelegt sind. Herausgekommen ist ein knapp 1.400 Seiten starkes Buch, das veranschaulicht, wie und warum man früher nicht nur die Erdoberfläche als Fundament für Häuser genutzt hat und wie es heute funktionieren und aussehen kann.

Mastenbroek beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der wechselseitigen Beziehung von Architektur und Umgebung, indem er Gebäude als Landschaften begreift, die sich in die natürliche Situation einfügen, ohne sie zu dominieren oder zu stören. Aufgeteilt in sechs Kapitel ("Strategien") – Bury (Eingraben), Embed (Einbetten), Absorb (Absorbieren), Spiral (Hochwinden), Carve (Herausarbeiten), Mimic (Nachahmen) – spannt diese Studie den Bogen von der Antike bis heute und zeigt die Herausforderungen auf, die in städtischen und ländlichen Umgebungen auf uns zukommen werden. Das Buch enthält Essays, analytische Zeichnungen, historische Aufnahmen, Grafiken und Grundrisse sowie eindrucksvolle Fotos. Ungewöhnlich!