In Linz spinnen plötzlich die Ampelschaltungen, der Strom fällt aus, mit beinahe fatalen Folgen – und rasch wird klar, dass die Stadt von Hackern erpresst wird. Zeitgleich wird just eine Mitarbeiterin jener Firma ermordet und zerstückelt, die für die Cybersicherheit der Infrastruktur verantwortlich ist. Der knorrige Kriminalist Robert Worschädl und seine alleinerziehende Partnerin Sabine Schinagl, der ihre Tochter und deren Klimademos Sorgen bereiten, sind also mit einem Mord konfrontiert, in dem sie auch im Hacker-Milieu ermitteln müssten – aber nicht dürfen, weil ihnen eine Spzialeinheit vor die Nase gesetzt wird, die zunächst nicht kooperiert. Und von ihrem Chef Stefan Schweitzer ist auch wenig Hilfe zu erwarten, weil der sich erstens aus Sorge um seine Karriere nicht aus der Deckung traut und zweitens plötzlich die Hormone mit ihm durchgehen angesichts der Kärtner Cyberexpertin, die hinzugezogen wird.

Aber man rauft sich zusammen in Thomas Baums neuem Linz-Krimi "Schwarze Sterne". Wie das vonstatten geht, ist nicht nur höchst spannend, sondern auch sehr unterhaltsam. Und nebenbei greift der Autor auch die Themen Cybersicherheit und kritische Infrastruktur, Soziale Medien, Jugendkriminalität und "Fridays For Future" ab.