Wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind ist Abigail Logan zur Teilhaberschaft an einer schottischen Whiskybrennerei gekommen. Und noch während sie sich einlebt, wird ihr Geschäftspartner (in den sie auch ziemlich verliebt ist) überfallen. Während er sich nach einer Gehirnerschütterung schonen muss, unterstützt Abi ein Frauenhaus karitativ – und wird dabei in einen Krimi hineingezogen, weil eine der Bewohnerinnen plötzlich stirbt und eine andere entführt wird.

Sehr verdächtig sind dabei zwei Mitglieder des Stiftungsrats, in den sie berufen wird. Weil die Polizei nur halbherzig agiert, ermittelt Abi auf eigene Faust - und begibt sich selbst in Gefahr. Wer sich angesichts des Titels von Melinda Mullets viertem Krimi um ihre Protagonistin Abigail Logan einen Whisky-Roman mit Highland-Flair erwartet, wird nicht enttäuscht. Es geht aber auch und vor allem um das wichtige Thema häusliche Gewalt.

 

Melinda Mullet: Ein Whisky auf den Tod
atb; 380 Seiten; 10,30 Euro