Dass Greg kein Sportass ist, kann man sich nach seinen ersten 15 Tagebüchern an einer Hand ausrechnen. In Band 16 betont er es aber explizit und erklärt seinen Rücktritt als Profisportler, noch bevor eine etwaige Sportlerkarriere überhaupt begonnen hat. Doch es ist nicht so, dass ihn Sport nicht interessieren würde, und so begleitet er seinen Vater ins Fitnessstudio. Dass das nicht gut gehen wird, weiß man schon vorher. Und auch die Sache mit der Sportnahrung ist nicht so einfach.
Dann aber kommt seine große Chance: Die Schule macht ein Sportfest, und die beste Klasse bekommt einen schulfreien Tag. Wenn das keine Motivation ist. Aber natürlich wird das Sportfest, bei dem allerlei schmutzige Tricks ausgepackt werden, für Greg nicht wirklich angenehm. Am Ende bekommt aber die ganze Schule frei - und Greg in der Folge doch noch die Chance auf eine Spitzensportlerkarriere (man wird ja wohl noch träumen dürfen), weil er in Bssketballteam aufgenommen wird. Begeistert sind davon allerdings nur seine Eltern.
Gregs mangelnde Begeisterung liegt vielleicht auch daran, dass es die Außenseitermannschaft ist, mit all jenen, die bei der Auswahl durchgefallen sind. Auf den folgenden Seiten wird deutlich, wie Außenseiter Gregs Team ist. Aber davon lassen Sie sich nicht entmutigen. Sie haben ja auch keine andere Wahl, denn einfach das Team verlassen, das tut man nicht. Und so fügt sich Greg in sein Schicksal und macht es sich auf der Ersatzbank bequem -
bis seine große Stunde schlägt und er eingewechselt wird.
Was dann passiert, wurden dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: Jeff Kinney zieht in "Greg Tagebuch 16 - Volltreffer!" wieder alle Register in Sachen Teenagerhumor. Sein tragischer Held durchwandert wieder wenige Höhen und umso mehr Tiefen und zeigt dabei, was es heißt, dem Leben einen Arschtritt zu verpassen, wenn es einem ein Bein stellt. Schmunzeln ist dabei garantiert, lautes Lachen nicht ausgeschlossen. Die alles überschatten Corona-landen kommt übrigens auch diesmal mit keinem Wort vor. Und sie geht einem auch überhaupt nicht ab - im Gegensatz zu Gregs besten Freund Rupert, den man auch gern im Team gesehen hätte. Aber wer weiß, vielleicht arbeitet ja Jeff Kinney schon an Ruperts nächstem Tagebuch und gönnt ihm dann ein eigenes Sportabenteuer?