Es ist ein Buch. Aber es ist ein Buch, das mehr wie ein Spiel anmutet. Und es ist böse. Sehr böse. Oder besser: Es wäre gerne böse. Die Rede ist von Magnus Mysts "Das kleine Böse Buch 4" - auch die Fortsetzung der (ja, man kann schon fast sagen: Kult-)Reihe ist ungewöhnlich und hat das Zeug, auch Lesemuffel anzusprechen. Denn dieses Buch wird nicht einfach von vorne nach hinten durchgelesen, sondern der Leser muss verschiedene Rätsel lösen, um herauszufinden, auf welcher Seite es weitergeht. 

Diese spielerisch gestaltete Interaktion, gepaart mit leicht gruseligen Texten und zahlreichen Schimpfwörtern (eh harmlos, aber für Kinder trotzdem ein Erlebnis, sie in einem echten Buch lesen zu dürfen) macht es den kleinen Lesern leicht, dem "Kleinen bösen Buch" dabei zu helfen, richtig böse zu werden. Und Witz- und Gruselfaktor hat der Autor im Vergleich zu den vorherigen Bänden noch einmal ein wenig gesteigert. Ein tolles Weihnachtsgeschenk also für Leseratten, die einmal ein interaktives Buch testen wollen, aber auch für Lesemuffel, die es auf spielerische Weise zum Lesen bringen kann.