Wenn "kokoras" auf Griechisch Hahn heißt, dann wird besagter Gockel bei Andrea Karimé zur Hauptfigur eines "Kokoshahn"-Gedichtes. Und wenn "garnek" auf Polnisch Topf bedeutet, dann brechen aus selbigem Garnelen aus. Und "1 kleines betrüben" summt müde "üsüntülü" (Türkisch für traurig, betrübt). 

Wir sind mittendrin in Andrea Karimés neuem Kindergedichtband "Planetenspatzen" (ja, die kommen natürlich auch vor), für den sie alle möglichen Begriffe aus allen möglichen Sprachen zusammengetragen hat. Sie bilden jeweils die Basis für mehr als zwei Dutzend Reime mit sechs oder sieben Zeilen, in denen alles mögliche passiert. Manche erzählen eine kleine Geschichte, andere scheinen einfach nur eine Aneinanderreihung ulkiger Wörter zu sein. Alle miteinander bilden ein interkulturelles Sammelsurium von Gedichten, die Lesern aus dem deutschsprachigen Raum die fremden Sprachen näherbringen sollen. Ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung.