Es ist die schlimmste Schule der Welt, in die Lani geschickt zu werden glaubt. Ausgerechnet Luschenau. Aber nachdem sie aus allen anderen Schulen in der Umgebung hinausgemobbt wurde, ist Luschenau, das Auffangbecken für Versager und alle, die in der "normalen" Schulwelt keinen Platz haben, ihre letzte Anlaufstelle. Also fügt sich Lani in ihr Schicksal, überschreitet die Brücke zum Schultor, ignoriert dabei die scheelen Blicke eines Anglers (der später noch eine wichtige Rolle spielen wird) - und traut ihren Augen und sonstigen Sinnesorganen kaum, als sie nach einer mehr als rauen Begrüßung plötzlich durch eine Wasserwand geht und in einer Schule landet, die einfach nur ein Traum ist. Denn Luschenau ist bloß die Fassade für Wisperwasser, eine magische Wasserschule auf einer Insel mit acht Flüssen. Und es sind nicht die schrecklichsten und hoffnungslosesten Schüler dort untergebracht, sondern die begabtesten.

Doch kaum hat Lani sich halbwegs eingelebt auf der magischen Schulinsel, ist diese in Gefahr. Die Zeit, die dort grundsätzlich anders vergeht als in der übrigen Welt, spielt plötzlich verrückt. Und auch wenn es zunächst niemand offen ausspricht: Das ist erst so, seit Lani in Wisperwasser angekommen ist. Und schon bald sieht sie sich mit erst stummen, dann doch auch lauten Vorwürfen und Vorhaltungen konfrontiert. Aber hat sie wirklich etwas angestellt? Oder wurde wegen ihr etwas angestellt? Und lässt sich das wieder reparieren? 

Natürlich ist am Ende alles ganz anders, als die meisten Schüler gedacht haben (die Lehrer eigentlich eh nicht, die haben schon eher ein Gefühl für die Kräfte, die auf Wisperwasser einwirken, und für die Machtverhältnisse zwischen diesen Kräften). Aber bis Lani ihre Unschuld beweisen kann und dabei auch die Insel rettet, ist es ein steiniger und manchmal einsamer Weg, auch wenn ihr zwei Freunde zur Seite stehen - denen sie es allerdings auch nicht ganz leicht macht.

Irmgard Kramer erzählt eine berührende und spannende Geschichte über Magie, Mobbing, Freundschaft und Vertrauen. Und Illustratorin Florentine Prechtel liefert die passenden Bilder dazu.