Irgendwer hat irgendwo auf einer Insel einen Schatz versteckt . . . und den wollen die Murpel nun finden. Die Murpel? Wer oder was sind das denn? Nun, das sind kleine Wesen, ungefähr so groß wie ein Kaffeebecher, die sich vor den meisten Menschen verborgen halten und mit Tieren sprechen können. Nur Kinder mit viel Fantasie können sie sehen - und so kommen Frieda und ihr Freund Henri in den Genuss, gemeinsam mit den Murpeln auf Schatzsuche zu gehen.

Dazu müssen sie aber erst einmal deren Hausboot wieder flott kriegen, damit sie den Fluss entlang zu besagter Insel gelangen können, die mitten in der Schwassel zwischen Krockeskirchen und Sprucksmünde liegt. Den Weg dorthin sieht man auf der Innenseite der Buchdeckel - und allein schon die Tatsache, dass die kleinen Leser einen Bogen mit Stickern mit dem Buch dazu bekommen, die sie dort einkleben können, macht das Wandern von Kapitel zu Kapitel zum Abenteuer. Natürlich spielt sich das eigentliche Abenteuer in Christiane Rittershausens Text ab, aber auch in lustigen Bildern, die Thorsten Saleina gezeichnet hat. 

Freilich braucht es erst eine gewisse Anlaufphase, bis die Murpel mit den Kindern warm geworden sind und erkannt haben, dass diese keine Gefahr für sie darstellen - im Gegenteil. Wobei, viel mehr Sorgen macht ihnen ohnehin ein Monster, das mutmaßlich in der Schwassel sein Unwesen treibt. Dass das natürlich letztlich gar kein richtiges Monster, sondern eine harmlose Schildkröte ist, liegt freilich auf der Hand. Und gleich noch ein Spoiler: Ja, die Murmel werden wirklich einen Schatz finden - auch wenn es nicht ganz der Schatz ist, mit dem sie gerechnet haben.

Aber das Wichtigste ist ohnehin der Weg dorthin, und der ist sehr hürdenreich. Aber diverse Rückschläge können die Murpel und ihre beiden menschlichen Freunde nicht aufhalten. Christiane Rittershausen und Thorsten Saleina erzählen eine höchst unterhaltsame Geschichte mit witzigen Charakteren, die auf allen Ebenen Spaß macht.