Tonia ist umgezogen. Und ihrem Fenster gegenüber steht jetzt ein Theater. Da ist jeden Abend etwas los, und dieses stets beleuchtete Gebäude zieht Tonia magisch an. Zumal eines Abends ein Mädchen, das gerade einen Handstand macht, herüberwinkt. Und Tonia fasst sich ein Herz, verlässt durch den dunklen, kalten Gang das Haus und geht schnurstracks hinüber in das Bühnenhaus.

Das Mädchen findet sie zwar zunächst nicht, dafür entdeckt sie all die anderen spannenden Sachen, die sich in einem Theater (wobei es sich hier auch um ein Musiktheater handeln dürfte) abspielen: Bühnenbilder werden gebaut, Kostüme genäht, Tänze einstudiert, Inszenierungen geprobt. Selbst in der Kantine kommt Tonia vorbei. Und ganz am Schluss, ja, da hat sie nicht nur das winkende Mädchen gefunden, sondern auch ganz viel über all das gelernt, was auf und rund um die Bühne passiert.

Autorin Judith Kuckart, die auf ein abgeschlossenes Studium der Theaterwissenschaften verweisen kann, und Zeichnerin Julia Hoße erzählen in ihrer kleinen Geschichte in mal ganz dunklen, mal ganz hellen Bildern (je nach Dramaturgie), was Tonia im Theater erlebt. Und zum Schluss gibt es auch noch ein gut aufbereitetet Glossar, das die wichtigsten Begriffe noch einmal ausführlich beschreibt. Wenn das nicht Lust auf Kindertheater macht . . .