Tag für Tag, Jahr für Jahr sitzt Adolf Schweiger hinterm Buslenkrad. Ein monotoner Job, doch er gibt ihm Sicherheit, dem ewigen Muttersohn, der immer noch daheim lebt und unter seinem Vornamen leidet (ein Racheakt des vom Leben enttäuschten Vaters gegenüber der Mutter und ein Zeichen der Verachtung gegenüber der Welt insgesamt). Weil er, wie Muttern sagt, zu den Menschen gehört, die müssen, und nicht  zu denen, die wollen. Und so muss er Tag für Tag hinterm Lenkrad sitzen und denkt gar nicht darüber nach, ob er eigentlich etwas ganz anderes wollen würde.

Doch aus dieser trauten Monotonie reißt ihn jäh ein Mordfall: Der Mann seiner Jugendliebe Hanni verschwindet nämlich plötzlich spurlos, und auf einmal steckt Adolf mittendrin in der Sache. Weil er Hanni , mit der er nie etwas Ernsthaftes hatte, immer noch liebt und für sie alles tun würde – selbst ins Gefängnis gehen. Auf der Gegenseite steht eine Polizistin mit einem Alkoholproblem, das aus ihrer Verzweiflung am Leben und an den männlichen Kollegen resultiert.

Veronika Bauer erzählt einen heimelig-tristen, aber starken Landroman übers Busfahren, übers Ausbrechen, übers Verlieben und über einen Sohn, der sich trotz allem verpflichtet fühlt, einem Vater nachzutrauern, dessen Tod eine Erlösung für ihn war. Und über die Frage, wie weit man für jemanden, dem man nahe sein will, gehen würde.