Kasimir und Kurt sind Brüder. Der eine geht schon in die Schule, der andere in den Kindergarten. Und weil sie für ihr Alter offenbar recht schlau und begabt sind, erfinden sie viele Dinge - aber nur heimlich, denn Mami und Papi sollen lieber nicht wissen, was die beiden so alles aushecken. Warum? Weil es meistens gut gemeint ist, aber halt doch nicht immer ganz rund läuft. Klar, am Ende geht es gut aus (zumindest für die meisten Beteiligten), aber es ist doch auch eine kleine Spur der Verwüstung, die "Die Erfinderbrüder" Kasimir und Kurt hinter sich herziehen. Unabsichtlich natürlich. Aber wenn ein Volksschüler und ein Kindergartenkind gemeinsam den stärksten Superkleber der Welt entwickeln oder eine neue Pflanze als züchten, bei der sie Erbsen, Möhren und Paprika kreuzen, dann macht man sich halt auch einmal die Finger schmutzig. Oder auch mehr.

Johanna von Vogel erzählt wunderbar unaufgeregt und doch spannend von zwei Brüdern, die nicht immer ein Herz und eine Seele sind und sich auch gerne einmal prügeln - aber wenn es drauf ankommt, ziehen sie an einem Strang. Und räumen gemeinsam die Scherben auf, die sie hinterlassen haben. Susanne Göhlichs bunte Bilder geben den beiden zwei witzige Gesichter und der ganzen Geschichte noch mehr Pepp. Da ist eine neue Kinderbuchreihe am Start, die so richtig Spaß macht - und ganz klar mit dem Warnhinweis versehen werden sollte: "Bitte nur lesen, Kinder - und nicht zuhause nachmachen!"