Endlich schneit es im Osten Österreichs, und die Kinder sind alle aus dem Häuschen. Weniger froh über die Minusgrade sind manche Tiere. Die Frösche zum Beispiel haben sich verkrochen und harren aus, bis es endlich wieder wärmer wird. Der kleine Frosch in Luisa Schauenbergs und Pina Gertenbachs neuem Kinderbuch hingegen hält Winterstarre, sondern will auch in der kalten Jahreszeit im Teich schwimmen. Blöd nur, dass der zugefroren ist.

- © Aus: Luisa Schauenberg und Pina Gertenbach: "Der kleine Frosch will schwimmen gehen!" (Baumhaus 2022)
© Aus: Luisa Schauenberg und Pina Gertenbach: "Der kleine Frosch will schwimmen gehen!" (Baumhaus 2022)

Tja, und da sind wir schon mittendrin in der Lehre, die man aus diesem wirklich süß gezeichneten Buch mitnehmen kann: Nach einer schmerzhaften Landung auf dem Eis kommt der Frosch nämlich mit Hilfe seiner anderen Tiefreunde drauf, dass Eislaufen genauso viel Spaß machen kann wie Schwimmen. Flexibilität und situationsangepasstes Verhalten nennt man das. Und dass es dann, als es gerade am schönsten ist, doch noch taut und der Frosch ins Wasser fällt, macht in diesem Fall gar nichts. Weil erstens ein Frosch ja sowieso fürs Schwimmen gebaut ist und er zweitens gelernt hat, dass es nicht nur die eine Sache geben muss, die einem Freude macht.

Zum Abschluss erläutern die Autorin und die Illustratorin dann auch noch kurz, wie das in Wirklichkeit ist mit den Fröschen und den anderen Tieren im Winter. Das ist dann die zweite Lehre, die man aus dem Buch ziehen kann. Muss man aber nicht. Man kann auch einfach die kleine, feinde Geschichte und die Figuren darin süß finden.